Diakoniebeauftragte
Warum benötigen wir in der Kirche Diakoniebeauftragte?
In unserer Gesellschaft werden Arme immer ärmer und Reiche immer reicher. Mehr und mehr nehmen auch Kirchengemeinden wahr, dass es Menschen gibt, die nicht selbstverständlich an ihren Angeboten teilnehmen können, wenn sie dafür Geld brauchen. Es gibt aber auch andere Gründe, die bestimmte Personen ausgrenzen. Dagegen zu wirken, ist eine diakonische Aufgabe. Diakonisches Wahrnehmen und Handeln soll ein elementarer Bestandteil des Gemeindelebens sein.
Weil jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist, soll er genauso gesehen und behandelt werden. Menschen, deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch Armut und andere Barrieren erschwert ist, sollen es leichter haben, Kirche und Gemeinde mitzuerleben uns sich willkommen zu fühlen.
Wie wird man Diakoniebeauftragte oder Diakoniebeauftragter?
Der Kirchengemeinderat jeder Gemeinde bestimmt aus seinem Kreis einen Diakoniebeauftragten / eine Diakoniebeauftragte für die Dauer seiner Amtszeit (6 Jahre).
Aufgabe und Ziel von Diakoniebeauftragten:
Kirche ist Diakonie und Diakonie ist Kirche - diese Verbindung gilt es immer wieder neu in den Blick zu nehmen. Diakoniebeauftragte haben ein besonderes Augenmerk darauf!
Sie begleiten und fördern die diakonische Arbeit in ihrer Kirchengemeinde gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen oder indem sie Ehrenamtliche bei diakonischen Aufgaben unterstützen.
Einzelne Aufgaben
von Diakoniebeauftragten:
a: Information + Gremienarbeit + Vernetzung
- AnsprechpartnerIn für diakonische Belange
- Einbringen von diakonischen Themen und Impulsen in den Kirchengemeinderat
- Bericht im Kirchengemeinderat zu Anliegen der Diakonie (mindestens 1x/Jahr)
- Weitergeben von diakonischen Anliegen an zuständige Stellen (Diakoniestation, Diakonisches
Werk, Diakoniepfarrer, Kreisdiakonieverband) und Zusammenarbeit mit diesen Stellen
- Kontakt zu Diakoniebeauftragten im Distrikt und im Kirchenbezirk: Austausch, Information und
Fortbildung (s.u.)
- Kontakt zu und Zusammenarbeit mit diakonischen Einrichtungen am Ort
b: Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen vor Ort in einer Kirchengemeinde
- fördert und unterstützt diakonische Aktivitäten in der Kirchengemeinde, ggf. Hilfe für gute
Rahmenbedingungen
- sorgt dafür, dass die Tätigkeit Ehrenamtlicher sichtbar wird und Anerkennung findet
- setzt sich mit dafür ein, dass im Haushalt der Gemeinde ausreichend Mittel zur Verfügung stehen,
um Ausgaben Ehrenamtlicher zu ersetzen
- beteiligt sich an der Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Begleitung und Fortbildung von Diakoniebeauftragten
In jedem Distrikt gibt es jährlich zwei Treffen der Diakoniebeauftragten, dazu zwei Treffen jährlich im gesamten Kirchenbezirk.
Für diese Treffen sind verantwortlich (Kontaktdaten zu den Personen siehe "Personen - Aufgaben - Kontakt"):
Distrikt Oberes Neckartal: Gudrun Keller-Fahlbusch
Distrikt Steinlachtal: Fritz Steinhilber
Distrikt Tübingen: Peter Heilemann
Distrikt Unteres Neckartal: Joachim Pfeifer
Kirchenbezirk: Peter Heilemann und Horst Haar (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Tübingen)
Was machen die Diakoniebeauftragten in diesen Treffen?
Sie tauschen sich aus, lernen Einrichtungen und Angebote der Diakonie kennen und entwickeln gemeinsam Möglichkeiten, wie Kirche diakonischer wird und was sie selber dazu beitragen können. Sie erfahren und wissen dann darüber Bescheid, welche anderen Möglichkeiten es für Betroffene noch gibt, sich Hilfe zu holen.
Sie können sich informieren, welche weiteren Fortbildungsmöglichkeiten es für Diakoniebeauftragte gibt.
Peter Heilemann und Renate Haug
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