Kirchenwahl 2007

Der Kirche eine Stimme geben

Interaktiver Synodalwahl-Stimmzettel

Klicken Sie einfach in den Stimmzettel, um mehr Informationen zu einer Kandidatin oder einem Kandidaten zu erhalten:

Kathrin MessnerPfarrer Dr. J. Thomas HörnigHorst HaarPfarrer Dr. Martin BrändlDr. Harald KretschmerPfarrerin Monika SchnaitmannWahlzettel zur Synodalwahl 2007

Eine doppelte Wahl haben am kommenden Sonntag, 11. November rund 75.000 evangelische Christen ab 16 Jahren im Kirchenbezirk Tübingen: Mit zwei Wahlzetteln können sie abstimmen über die Zusammensetzung des örtlichen Kirchengemeinderats und die der Landessynode, des Kirchenparlaments.
Der Weilheimer Pfarrer Wolfgang Kocher ist als Vorsitzender des Vertrauensausschusses gleichsam der Wahlleiter im Kirchenbezirk. Er weist unmittelbar vor der Wahl auf folgende Punkte hin:

  • Wer evangelisch und über 16 Jahre alt ist und trotzdem irrtümlich noch keine Wahlunterlagen zugestellt bekommen haben sollte, möge sich umgehend bei seinem Pfarramt melden.
  • Gleiches gilt für alle, die nicht am Erst- sondern am Zweitwohnsitz wählen möchten. Sie müssen diesen Wunsch bis spätestens Donnerstag, 8. November angemeldet haben.
  • Wer seine Briefwahlunterlagen mit der Post zurückschicken will, sollte den Wahlbriefumschlag spätestens bis Donnerstag, 8. November in den Briefkasten einwerfen. Die Post garantiert sonst keine rechtzeitige Zustellung mehr; schlimmstenfalls wären die abgegebenen Stimmen dann verloren.

Bei beiden Wahlen und also auf beiden Stimmzetteln kann jeder Wähler so viele Stimmen vergeben, wie Personen zu wählen sind: Bei der Wahl zur Landessynode sind das zwei Stimmen für Laienkandidaten und eine Stimme für einen Theologen oder eine Theologin. Bei der Wahl zum Kirchengemeinderat richtet sich die Zahl der zu besetzenden Plätze und damit auch der Stimmen nach der Gemeindegröße; es sind jeweils zwischen fünf und elf Sitze und Stimmen zu vergeben. Maximal zwei Stimmen können jeweils an dieselbe Person vergeben, also kumuliert werden; dies gilt bei der Kirchengemeindratswahl wie auch bei der Synodalwahl, hier allerdings nur für die Laien – für die Theologen gibt’s sowieso nur eine Stimme. In jeder evangelischen Kirchengemeinde gibt es mindestens ein Wahllokal, die Öffnungszeiten sind jedoch unterschiedlich: Die Wahlzeit beginnt in der Regel nach dem Gottesdienst und endet am Nachmittag, allerspätestens um 18 Uhr. Die genauen Orte und Öffnungszeiten stehen in den Wahlunterlagen, die jeder Wahlberechtigte bekommen hat. Viele Kirchengemeinden möchten ihren Wählerinnen und Wählern den Gang ins Wahllokal durch die Einrichtung von Wahlcafés, durch Gemeindefeste, Ausstellungen oder Gemeindemittagessen zusätzlich schmackhaft machen.
Die Tübinger Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Es wäre schön, wenn die Personen, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren, auch von einer großen Zahl von Menschen durch ihre Stimme unterstützt würden.“ Sie hatte als Ziel für die Kirchenwahl eine Erhöhung der Wahlbeteiligung um fünf Prozentpunkte gegenüber 2001 ausgegeben. Damals hatten im Bezirk Tübingen 24,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben; dies entsprach etwa dem landeskirchlichen Durchschnitt.
Die Zwischen- und Endergebnisse für die Wahl zur Landessynode im Wahlbezirk Tübingen werden am Sonntagabend ab 18 Uhr minutenaktuell hier auf den Internetseiten des Kirchenbezirks veröffentlicht - schauen Sie einfach wieder rein.

Kandidierende für die Wahl zur Landessynode:

Wahlvorschlag "Evangelium und Kirche":
> Pfarrer Dr. J. Thomas Hörnig
Wahlvorschlag "Kirche für Morgen":
> Kathrin Messner
Wahlvorschlag "Lebendige Gemeinde":
> Pfarrer Dr. Martin Brändl
> Horst Haar
Wahlvorschlag "Offene Kirche":
> Pfarrerin Monika Schnaitmann
> Dr. Harald Kretschmer

Pfarrer Dr. J. Thomas Hörnig

Hochschulpfarrer Dr. Thomas Hörnig

Geboren 1956 in Dresden. Aufgewachsen in Dornhan und Nehren. Studium in Tübingen und Zürich. Vikar in Genf und Bodelshausen. Pfarramt mit meiner Frau in Mühlacker-Dürrmenz. Drei Kinder. Studentenpfarrer seit 2001.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
Als Pfarrer mit Erfahrungen in ländlichem Kirchenbezirk geht es mir um den gerechten Ausgleich zwischen ländlichen und städtischen Gemeinden. Als jemand, der sich intensiv mit „Innerer Mission“ und „Vereinsforschung“ beschäftigt hat, ist ein kritischer Blick auf Diakonie unter den Gesetzen des Marktes, auf freie Verbände und Vereine hilfreich. Ich möchte die Selbständigkeit der Kirchenbezirke erhalten helfen.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
Ich möchte in der Synode die Kernaufgaben nicht aus dem Blick verlieren: Kirche Jesu Christi zu sein, für die rechte Verkündigung des Evangeliums zu sorgen. Klassisch-theologische Argumente können Debatten über landeskirchliche Gebäude, über Ordination, „Kirche der Freiheit“, die notorisch schlecht gerechneten Finanzen oder Themen wie „Islam“ nur bereichern. Ich trete ein für Wertschätzung von Bildung.

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Unruhe und Neugier. Fleiß und Strukturiertheit. Kenntnis des Kirchenbezirks. Gremien- (Stadt¬ratstätigkeit) und Geschäftsführungserfahrung (Pfarramt, Pro Ökumene, Evangelische Akademikerschaft). Vertrautheit mit kirchlichen Strukturen durch Gemeinde- und Sonderpfarramt. Herz für das „Reich Gottes zu Württemberg“. Fundierte theologische Qualifikation und gute Beziehungen zur evangelisch-theologischen Fakultät.

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
In Genf lernte ich von der politischen Spiritualität und dem Christus-Verständnis der III.-Welt-Theologie, Bodelshausen bereicherte um den mystischen Reichtum des Altpietismus und Erfahrungen in der Ökumene ließen Liturgie bewusster wahrnehmen. Wissenschaftliche Theologie ergänzte sich mit Gemeindeerfahrung. Freude am Gottesdienst und an neuen Aufbrüchen (Kantatengottesdienste, Weihnachtsoratoriumsprojekt).

>>> Pfarrer Dr. J. Thomas Hörnig kandidiert für die Gruppierung
>>> Evangelium und Kirche

>>> Foto von Pfarrer Dr. J. Thomas Hörnig in Printqualität (JPEG, 1,6 MB, 300 dpi)

Kathrin Messner

Kathrin Messner

37 Jahre, Lehrerin, zur Zeit Repetentin am Evangelischen Stift und Doktorandin. Ich habe die kirchenmusikalische C-Pop-Prüfung und leite den Gospelchor Off Beat beim CVJM Tübingen.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
Ich engagiere mich da besonders gern, wo Menschen sich be-Geist-ern lassen. Dafür bietet meines Erachtens die Jugend- und die musikalische Arbeit herausragende Möglichkeiten – auch in Tübingen. Darüber hinaus könnte ich mir gut vorstellen, in Debatten mitzustreiten, etwa für den Erhalt des Schlatterhauses oder der sieben Tübinger Parochialgemeinden. – Das alles unter dem Motto: Ora et labora, betet und arbeitet.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
Auch auf landeskirchlicher Ebene sollten Begeisterung und Bewegung möglich – und spürbar sein. Tatsache ist: Wir werden weniger, ärmer und älter. Alternative Finanzierungs- (Finanzierung „von unten“) und Gemeindekonzepte (Lebensweltgemeinden) müssen etabliert, Bürokratie und Hierarchie neu geordnet werden. Auch über die Art der Wahl von Pfarrerinnen und Pfarrern muss neu nachgedacht werden.

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Unsere Landeskirche ist mir wichtig! Vor allem durch meine Chorarbeit erlebe ich, wie Menschen „auf einmal“ von (Landes-) Kirche bewegt sind. Warum ist das nicht auch in einem größeren Rahmen möglich?! Außer dieser Motivation bringe ich den Willen zu- und hinzuhören, Erfahrung in kirchlicher Gremienarbeit, eine entsprechende Streitkultur, und nicht zuletzt etliche persönliche Kontakte mit.

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
Ich bin in Derendingen auf-, und in die dortige Kirchengemeinde hineingewachsen. Mein Studium (Evangelische Theologie und Französisch auf Lehramt) brachte den Glauben meiner Jugend ins Gespräch mit der Glaubens-Wissenschaft. Beides, die Liebe zum gelebten Glauben und zur wissenschaftlichen Theologie, begleiten mich bis heute. Ein konstruktiver Dialog beider Seiten, auch im übertragenen Sinn, liegt mir daher besonders am Herzen.

>>> Kathrin Messner kandidiert für die Gruppierung
>>> Kirche für Morgen

>>> Foto von Kathrin Messner in Printqualität (JPEG, 2,3 MB, 300 dpi)

Pfarrer Dr. Martin Brändl

Pfarrer Dr. Martin Brändl

47 Jahre, verheiratet, vier Kinder, 1979-1988 Studium Theologie und Sportwissenschaft, engagiert für Glaube und Sport (CVJM, ejw), seit 1998 Pfarrer in Mössingen-Belsen, 2005 Promotion mit einer Arbeit über „Sportbilder im Neuen Testament“.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Arbeit in den örtlichen Kirchengemeinden unterstützt und gestärkt wird. Der Anteil der Kirchensteuer für die Kirchengemeinden darf nicht gekürzt werden. Kirchengemeinden brauchen Freiheit für ihre gesellschaftlichen, seelsorgerlichen, diakonischen und missionarischen Aufgaben. Pfarrer und Diakone brauchen mehr Zeit für Seelsorge, Diakonie, Verkündigung und Unterricht.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
Wichtig ist mir das gute Miteinander von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern. Hier gilt es, die reformatorische Einsicht in das Priestertum aller Glaubenden noch besser umzusetzen. Ich wünsche mir eine „fehlerfreundliche“ Kirche, in der nicht alles perfekt, aber die Liebe groß ist. Ich setze mich ein für eine Kirche mit einem weiten Herzen für Kinder und Jugendliche und mehr Aufmerksamkeit für die Generation der Älteren.

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Durch meinen Kontakt zu Sportlerinnen und Sportlern wurde mir der Blick für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen geschärft, und die Aufgabe wichtig, das Evangelium auf vielfältige Weise weiterzusagen. Als Referent im Amt für missionarische Dienste habe ich die Arbeit der Landessynode kennen gelernt und war an verschiedenen Projekten beteiligt („Church-Planting“, „Zum Glauben einladen“).

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
Im CVJM Dusslingen habe ich den Glauben kennen gelernt. Das Evangelium von Jesus Christus, so wie es die biblischen Schriften bezeugen, motiviert mich, Gott zu vertrauen, Menschen zu helfen, Trennendes zu überwinden und Gemeinde zu bauen.

>>> Pfarrer Dr. Martin Brändl kandidiert für die Gruppierung
>>> Lebendige Gemeinde

>>> Foto von Pfarrer Dr. Martin Brändl in Printqualität (JPEG, 1,6 MB, 300 dpi)

Horst Haar

Horst Haar

57 Jahre, verheiratet, drei Kinder. Mechaniker, Diakon, Diplomsozialpädagoge (FH). Geschäftsführer Diakonisches Werk Tübingen. Vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
In den letzten Jahren wurden den Kirchengemeinden und Kirchenbezirken von der Landessynode mehr Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten übertragen. Mir ist es wichtig, die hiermit gemachten Erfahrungen in die weiteren Entscheidungsprozesse der Landesy¬node mit einzubringen. Damit da wo notwendig - wie etwa im Projekt wirtschaftliches Handeln – Korrekturen zu veranlassen.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
All unsere zukünftigen Entscheidungen müssen von dem getragen sein, die Kirchengemeinden zu stärken und nicht umgekehrt. Des Weiteren ist eine zügige Umsetzung der in dieser Wahlperiode gefassten Beschlüsse, etwa in der Bildungskonzeption und vieler anderer kirchlichen Projekte notwendig, bevor Neues auf den Weg gebracht wird.

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Meine Erfahrungen in vielen Arbeitsfeldern sowohl auf örtlicher als auch überörtlicher Ebene (Gemeinde- und Jugendarbeit, Sozialdiakonie, CVJM Weltdienst). In der jetzigen Landessynode mit ihren 90 gewählten Synodalen sind kaum Diakone aus den Arbeitsfeldern von Kirchengemeinden und Kirchenbezirken vertreten, wo doch das Diakonenamt neben dem Pfarramt eines der wichtigsten Ämter ist.

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
Ich trete ein für eine Kirche mit Profil: Das Evangelium von Jesus Christus ist die zentrale Botschaft. Ich trete ein für eine diakonische Kirche. Die Überzeugung, dass sich Gott in Jesus Christus allen Menschen zuwendet hat Folgen. Menschen kümmern sich um jene, die Hilfe brauchen. Ich trete ein für eine Kirche in der die Erkenntnis der Reformation, das „Priestertum aller Glaubenden“ ernst genommen wird.

>>> Horst Haar kandidiert für die Gruppierung
>>> Lebendige Gemeinde

>>> Foto von Horst Haar in Printqualität (JPEG, 1,2 MB, 300 dpi)

Pfarrerin Monika Schnaitmann

Pfarrerin Monika Schnaitmann

Geboren 1952. Erststudium an der PH Reutlingen, dann Theologie an der Universität Tübingen. Verheiratet, drei Kinder, 20 Jahre politisches Engagement bei den Grünen, seit 2003 Pfarrerin in Bodelshausen.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
Ich trete ein für Transparenz und Informationsfluss zwischen Kirchenbezirk und Synode; Erhalt der Sonderpfarrämter, besonders in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern; gestalterische Freiheit im Bezirk und in Ortsgemeinden, jedoch keine Beliebigkeit. Ein klares Profil der evangelischen württembergischen Stimme in der Tradition von Brenz und Blumhardt, Stärkung der Ehrenamtlichen, ökumenische Weite, offen für Kinder.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
Ich trete ein für eine Kirche, die tröstet und widerspricht, wo Menschen unter die Räder kommen, die offen ist für diejenigen, die sowohl am Rand der Gesellschaft, wie am Rande der Kirche stehen. Ich trete ein für eine Kirche, die ihren Bildungsangeboten das klare Profil evangelischer Freiheit gibt – nicht Wettbewerbsfähigkeit ist das Ziel, sondern Anleitung zu einem gelingenden, geheilten Leben.

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Ich habe Überzeugungen, für die ich nachdrücklich eintrete in zwei Jahrzehnten politischem Engagement auf verschiedenen Ebenen und kirchpolitischem Engagement für Familien- und Erwachsenenbildung: Schutz von Minderheiten und Menschenrechten, Ökumene. Trotz der oft nur kleinen Schritte im Alltag, habe ich Visionen von Gerechtigkeit und Frieden. Dafür habe und werde ich mich mit Leidenschaft einsetzen.

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
„Der Mitmensch in seiner Bedrängnis, Schande und Qual stellt uns vor die Armut und Heimatlosigkeit, vor die Wundmale, vor den Leichnam, an das Grab Jesu Christi“ (Barth). Das bedeutet in weltlichen Kategorien: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (GG Art. 1). Christliches und politisches Handeln ist kein Gegensatz, sondern eine selbstverständliche Einheit und Grundlage meines Reden und Tuns.

>>> Pfarrerin Monika Schnaitmann kandidiert für die
>>> Offene Kirche

>>> Foto von Pfarrerin Monika Schnaitmann in Printqualität (JPEG, 1 MB, 300 dpi)

Dr. Harald Kretschmer

Dr. Harald Kretschmer

Geboren 1940 in Stettin. Verheiratet, ein Sohn, zwei Enkel. Als Internist und Tropenmediziner sieben Jahre Leiter eines Missions-Krankenhauses in Äthiopien und bis 2003 Leiter der Tropenklinik Tübingen.

Das möchte ich im und für den Kirchenbezirk Tübingen bewegen:
Als Mitglied des Kirchengemeinderats der Eberhardskirche seit 2001 und des Engeren Rats der Gesamtkirchengemeinde Tübingen wünsche ich mir, dass die vielen Gemeinde-Aktivitäten im Dekanat Tübingen in den „leitenden“ Gremien der Landeskirche wahrgenommen und gewürdigt werden. Andererseits möchte ich notwendige (Reform-) Beschlüsse von Synode und Oberkirchenrat im Kirchenbezirk vermitteln.

Das möchte ich in der Landeskirche bewegen:
Zwei der (Über-) Lebensfragen unserer evangelischen Kirche sind: Wie können wir als Gemeinde Jesu Christi deutlicher werden lassen, dass wir „Kirche für andere“ sind und erst in zweiter Linie ein mit Sozialverbänden konkurrierendes Wirtschaftsunternehmen? Wie können wir als Kirche unsere Option für die Armen glaubhafter leben und deutlich machen, dass wir uns nicht völlig anpassen an weltliche Strukturen?

Das qualifiziert mich für die Landessynode:
Kritisches, beharrliches Hinterfragen von Strukturen und Traditionen gehört zu einem meiner Wesenszüge. Ich versuche, offen für alle, nicht aber für alles zu sein. Mit meinen beruflichen und ehrenamtlichen Erfahrungen möchte ich verhindern, dass in der Landessynode, in der auch bei den so genannten Laien die kirchlichen Angestellten dominieren, eine „Kirchturmpolitik auf höherer Ebene“ gemacht wird.

Das ist mein kirchliches oder theologisches Profil:
Neben Gottesdienst und Kirchenmusik als unverzichtbarem Teil der Verkündigung sind für mich Diakonie und Ökumene die zentralen Lebensbereiche unserer Kirche. Deshalb wurde ich Mitbegründer des „Tübinger Projekts: Häusliche Betreuung Schwerkranker“, der Schuldnerberatung Tübingen, der ökumenischen Initiative IBIS und arbeite im Vorstand von „refugio für traumatisierte Flüchtlinge“ mit.

>>> Dr. Harald Kretschmer kandidiert für die
>>> Offene Kirche

>>> Foto von Dr. Harald Kretschmer in Printqualität (JPEG, 800 KB, 300 dpi)