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Grüner Gockel-Auftakt in Tübingen - mit Fotogalerie
17 kirchliche, diakonische und städtische Einrichtungen wollen sich zertifizieren lassen nach dem europäischen Umweltstandard „Environmental Management and Audit Scheme“ (EMAS). Bei der Auftaktveranstaltung am Samstag, 18. Oktober auf dem Tübinger Marktplatz ließen Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer und Oberbürgermeister Boris Palmer symbolisch eine „Montgolfiere“, einen Heißluftballon aus Papier steigen.
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Am Konvoi nehmen 17 Einrichtungen mit rund 480 Mitarbeitenden teil: Die sechs evangelischen Kirchengemeinden Tübingen Stephanuskirche, Tübingen Jakobuskirche, Pfrondorf, Lustnau, Kusterdingen und Bodelshausen, die Tübinger katholische Kirchengemeinde St. Johannes, das Deutsche Institut für ärztliche Mission (Difäm) mit Paul-Lechler-Klinik, Arzneimittelhilfe, Geschäftsstelle und Gästehaus, das Evangelische Stift, das Umweltzentrum Tübingen, das Uhlandgymnasium, die Kinderhäuser Horemer und Feuerhägle sowie der städtische Fachbereich Tiefbau und die Stadtgärtnerei.
In einem rund einjährigen externen Beratungsprozess werden die 17 Einrichtungen ihr Umweltverhalten freiwillig offen legen und systematisch nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Sie werden Umweltziele und Maßnahmen zum Umweltschutz erarbeiten unter aktiver Beteiligung der Mitarbeitenden, Besucher, Lieferanten und Partner. „Eine Energieersparnis von rund 80 Prozent ohne Komfortverlust ist möglich“, sagt Bildungsreferentin Helga Baur vom Evangelischen Gemeindedienst in Stuttgart, die die kirchlichen Einrichtungen betreut: „30 Prozent Energieersparnis können durch einen Bewusstseinswandel der Mitarbeitenden erreicht werden wie beispielsweise das konsequente Schließen von Türen oder das kurze Stoßlüften bei abgeschalteter Heizung. Weitere 50 Prozent sparen wir ein durch bauliche Maßnahmen wie Wärmedämmungen oder sparsamere Heizungen.“ Voraussichtlich Anfang 2010 sollen die Einrichtungen dann ihre EMAS-Zertifikate bekommen; für die kirchlichen Einrichtungen gibt’s zusätzlich auch die kirchliche Umweltauszeichnung „Grüner Gockel“.
Der Tübinger EMAS-Konvoi wird finanziell unterstützt vom Umweltministerium Baden-Württemberg. Für Helga Baur ist die Beteiligung der evangelischen Kirche auch eine Frage der Glaubwürdigkeit: „Bei der Bewahrung der Schöpfung wollen wir ja auch das tun, was wir predigen.“

Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer wird von Moderator Reinhard Gradmann interviewt, Oberbürgermeister Boris Palmer hält sich an den Grünen Gockel
Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 19.10.2008.
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