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80. Geburtstag des Staatskirchenrechtlers Martin Heckel

Kirchenrechtsprofessor Martin Heckel

Den emeritierten Professor für öffentliches Recht und Kirchenrecht, Martin Heckel, hat die Universität Tübingen am Donnerstag, 18. Juni anlässlich dessen 80. Geburtstages mit einer akademischen Feier geehrt. Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl an der juristischen Fakultät, Karl-Hermann Kästner, würdigte den Jubilar in seiner Laudatio als einen „der führendsten Forscher der Reformationsgeschichte und der deutschen Rechtsgeschichte“.

Der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July verwies in seinem Grußwort darauf, dass Heckel neben seinem vielfältigen akademischen Wirken auch wichtige Ämter ausgeübt habe im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie wie als langjähriges Mitglied der württembergischen Landessynode und als Vorsitzender deren Rechtsausschusses: „Sie konnten und können zwischen Kirche und Staat Brücken bauen, weil Sie sich in beiden Bereichen wissenschaftlich vertieft haben“, sagte der Landesbischof: „Ihr Wort gilt in Ministerien und Kirchenleitungen“. Auch bei dem vor zwei Jahren unterzeichneten Staatskirchenvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und der evangelischen Landeskirche habe der Staatskirchenrechtler „maßgeblich zu diesem fein ausbalancierten Vertragswerk beigetragen“. Das von Heckel geprägte Staatskirchenrecht biete die verlässliche Hülle, in der die Freiheit des Glaubens gelebt werden könne.

Nach dem Festvortrag des Hannoveraner Kirchenrechtlers Axel von Campenhausen über Vergangenheitsbewältigung in der Kirche dankte Heckel seiner Familie, seinen Kollegen und Schülern. Da er bereits 1962 an die Universität Tübingen berufen worden sei und dieser trotz zwischenzeitlicher Rufe an andere Fakultäten bis heute treu geblieben sei, könne er nun auf eine 47-jährige Zugehörigkeit zur Alma Mater zurückblicken: „Das ist immerhin fast ein Zehntel Ihrer 475-jährigen Geschichte“, rief er dem Bischof der württembergischen Landeskirche launig zu. Neben der Juristenfakultät sei ihm die theologische Fakultät seit seiner Kooptation 1980 zur zweiten Heimat geworden, erklärte der Gelehrte: „Ja, die Tübinger Theologen sind fromm; das hat mir gefallen und hat mir wohlgetan!“

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 19.06.2009.


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