Klinikkapelle nach Umgestaltung wiedereröffnet

Kapelle der Medizinischen Klinik

Freude darüber, „dass diese Perle unserer Klinik jetzt wieder ihrer Bestimmung übergeben werden kann“, äußerte der geschäftsführende ärztliche Direktor der Medizinischen Klinik, Professor Dr. Lothar Kanz bei der feierlichen Wiedereröffnung der Klinikkapelle am Donnerstag, 4. Februar. Der Andachtsraum war für insgesamt rund 127.000 Euro umgestaltet und saniert worden.

„Die Tür hier ist Tag und Nacht offen“, sagte die evangelische Klinikpfarrerin Elisabeth Zeile: „In der Weite und Stille dieses Raumes kann sich jeder eingeladen fühlen zu kommen und zu spüren, was für ihn dran ist.“ Der katholische Klinikpfarrer Dr. Dieter Eckmann zündete symbolisch drei Kerzen an, die den Wunsch nach Gottes Gegenwart sowie nach Halt und Geborgenheit für die Gäste der Kapelle ausdrücken sollten. Der ärztliche Direktor Dr. Kanz würdigte den Raum als „Ort des Gebets und der Reflexion, an dem unsere Patienten Kraft und Hoffnung schöpfen können – selbst dann, wenn wir Ärzte nicht mehr viel tun können.“ Er dankte den Klinikseelsorgerinnen und -seelsorgern für ihren „äußerst wertvollen Dienst.“

Die Kapelle sei als Zentralraum neu um die Mitte eingerichtet worden, erklärte Bernd Selbmann als Leitender Baudirektor im Tübinger Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. „Die im Jahr 1960 erbaute Kapelle steht unter Denkmalschutz“, erklärte Selbmann: „Mit den jetzt vorgenommenen Maßnahmen haben wir nachhaltig zu ihrer weiteren Erhaltung beigetragen.“ Der Esslinger Künstler Bernhard Huber lobte die gute Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge, dem Universitätsklinikum Tübingen (UKT) und der Landesbehörde: „Viele haben mit guten Ideen zum Gelingen beigetragen“, sagte er: „Und so lange der Chefkoch noch das Sagen hat, kochen auch viele Köche gut.“

Im Zuge des Umbaus der Klinikkapelle wurde anstelle der früheren Reihenbestuhlung jetzt eine Rundbank eingebaut; die Kosten in Höhe von 17.000 Euro hat das UKT übernommen. Für rund 80.000 Euro wurde eine neue Decke mit neuer Belüftung, Beleuchtung, Elektroinstallation sowie Brandschutzmaßnahmen eingebaut; den größten Anteil davon hat das Land Baden-Württemberg finanziert, einen kleinen Teil das UKT. Die Kosten für die neuen liturgischen Gegenstände – einen Altar, ein Lesepult, ein Wandkreuz und Kerzenleuchter – in Höhe von 30.000 Euro teilen sich die evangelische und die katholische Kirche.

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 05.02.2010.


  
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