Stabwechsel in der Klinikseelsorge

Pfarrer Hermann Schubert, Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer und Pfarrer Mathias Schmitz (von links) beim Abschieds- und Begrüßungsgottesdienst in der Sporthalle der BG

Pfarrer Hermann Schubert war über 19 Jahre lang evangelischer Klinikseelsorger an der Tübinger Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BG) und der Hals-Nasen-Ohren-Klinik (HNO). In einem Gottesdienst am Palmsonntag, 28. März in der Sporthalle der BG wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde gleichzeitig Pfarrer Mathias Schmitz begrüßt.

„Sie haben die zerbrochenen Hoffnungen vieler Patienten und Angehöriger geteilt“, sagte Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer zur Verabschiedung von Pfarrer Schubert: „Sie konnten trösten mit dem Trost, aus dem Sie selbst leben. Sie sind in der reichen Tradition unserer Kirche fest verwurzelt.“ In ihrem Dankeswort erinnerte sie an die fast 40-jährige pastorale Tätigkeit von Hermann Schubert: Sein Berufsweg habe ihn von Stuttgart über das österreichische Mauerkirchen und über Tuttlingen schließlich im Jahr 1990 an die Tübinger Kliniken geführt. In seiner Abschiedspredigt sagte der Klinikseelsorger: „Gott traut uns Menschen zu, einander Mitmensch und Seelsorger zu sein.“ Der ärztliche Direktor der BG, Professor Dr. Kuno Weise sagte in seinem Grußwort: „Ohne die Genesung der Seele kann ein Patient nicht gesund werden. Sie haben sich um diese Klinik und ihre Patienten in hohem Maße verdient gemacht.“ Pflegedirektorin Doris Dietmann lobte, Pfarrer Schubert habe sich unermüdlich für die Belange der Patienten und Angehörigen eingesetzt. Der katholische Pastoralreferent Georg Gebhard verwies auf das „unkomplizierte Miteinander“ und resümierte: „Wir konnten über alles reden und hatten uns auch theologisch was zu sagen.“

Als Nachfolger von Pfarrer Schubert konnte Dekanin Dr. Kling-de Lazzer Pfarrer Mathias Schmitz gleich im selben Gottesdienst begrüßen: Der 57-Jährige hat sich bereits seit September 2009 in die Tübinger Klinikseelsorge eingearbeitet, um Kontinuität zu schaffen in einer Zeit, in der fünf von sieben evangelischen Klinikseelsorgern und -Seelsorgerinnen innerhalb von zwei Jahren in den Ruhestand gehen. „Sie bringen Erfahrung in der Klinikseelsorge mit“, so die Dekanin: „Ich bin sicher, dass Sie das Vertrauen der Menschen hier gewinnen.“ Mathias Schmitz ist in Stuttgart geboren und war – bisher immer in Stellenteilung mit seiner Frau, Pfarrerin Ursula Schmitz-Böhmig – Pfarrer in Waiblingen, in Zell unter Aichelberg (Kreis Göppingen) und zuletzt seit 2003 Klinikseelsorger in Sindelfingen.

>>> www.klinikseelsorge-tuebingen.de

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 29.03.2010.


  
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