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Günther Mack mit Brenzmedaille des Landesbischofs geehrt
Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche, insbesondere für sein Eintreten für den Klimaschutz, erhielt der emeritierte Physikprofessor Dr. Günther Mack die Brenzmedaille des württembergischen evangelischen Landesbischofs Frank Otfried July.
Der 83-jährige empfing sie im Gottesdienst am Sonntag, 18. Juli in der Albert-Schweitzer-Kirche aus den Händen von Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer.
Dr. Günther Mack sei das ökologische Gewissen der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, zitierte die Dekanin in ihrer Laudatio den Tübinger Kirchenpfleger Wolfgang Dieter. Auf Macks Initiative hin habe der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen bereits im Jahr 1992 vermutlich als erster in ganz Württemberg ökologische Leitlinien für das Bauen beschlossen. Professor Dr. Mack habe den Gedanken des Energiemanagements in die Gesamtkirchengemeinde getragen. Auch die Tatsache, dass sich heute in Tübingen und im ganzen Kirchenbezirk viele Kirchengemeinden nach den Standards von europäischen oder kirchlichen Umweltnormen zertifizieren ließen, sei seinem unermüdlichem Engagement zu verdanken. „Die Bewahrung der Schöpfung ist integraler Bestandteil unseres Glaubens“, sagte die Dekanin: „Beharrlich, unermüdlich und geradlinig, persönlich immer bescheiden, aber in der Sache anspruchsvoll, haben Sie, lieber Herr Professor Mack, dieses Denken und diesen Glauben weitergetragen.“
Nach seiner Emeritierung als Professor für Experimentalphysik an der Universität Tübingen hatte Dr. Günther Mack beschlossen, seine Kompetenz, Kraft und Zeit ehrenamtlich in der evangelischen Kirche einzubringen. 1989 bis 2001 war er Kirchengemeinderat in der Tübinger Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde, 1995 bis 2001 auch Vorsitzender dieses Gremiums. Von 1990 bis 1996 führte er den Vorsitz in der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen. Mack war außerdem Vorsitzender des Energieausschusses der Albert-Schweitzer-Gemeinde, die im Jahr 2007 mit dem Tagblatt-Umweltpreis ausgezeichnet worden war. In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg war er Mitglied im Fachausschuss Umweltmanagement und in der landeskirchlichen Steuerungsgruppe „Umweltaudit in Kirchengemeinden“. Dort hatte er maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des kirchlichen Umweltzertifikates „Grüner Gockel“.
Die Brenzmedaille ist benannt nach dem Reformator Württembergs, Johannes Brenz. Sie wird seit 1992 vom jeweiligen Landesbischof verliehen, insbesondere als Würdigung herausragenden ehrenamtlichen Engagements.
Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 19.07.2010.
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