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Neue Pflegedienstleitung für Diakoniestation Tübingen
Sylvia Seeger arbeitet seit 12 Jahren in der Diakoniestation Tübingen und steckt noch immer voller neuer Pläne. Die kann die 44-Jährige jetzt besser umsetzen denn je: Anfang August ist sie zur Pflegedienstleiterin aufgestiegen als Nachfolgerin von Klaus Krajewski, der seinen Dienst im Frühjahr beendet hat.
„Die Demenzerkrankungen nehmen immer mehr zu, da müsste man noch mehr für die Angehörigen tun“, hat Sylvia Seeger erkannt. Auch Wohngruppen für Demenzerkrankte könnte sie sich vorstellen. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Zunächst möchte sie die vielfältigen Hilfsangebote der Diakoniestation territorial ausweiten: Pflege und Betreuung, Nachbarschaftshilfe und Essen auf Rädern sowie einen Haus-Notruf bietet die Diakoniestation bisher in Tübingen, Lustnau, Pfrondorf, Bebenhausen, Hagelloch und Derendingen an, demnächst soll auch Weilheim mit versorgt werden. 20 Krankenschwestern und ein Krankenpfleger sowie 20 Nachbarschaftshelferinnen kümmern sich derzeit um rund 170 Kundinnen und Kunden.
„Nicht ohne Grund arbeite ich bei der Diakonie“, sagt Sylvia Seeger: Die finanzielle Unterstützung der evangelischen Krankenpflegefördervereine ermögliche den Schwestern auch „diakonische Zeit“ für Gespräche mit den Patientinnen und Patienten, die von der Pflegeversicherung nicht bezahlt würde. „Unsere Arbeit ist geprägt von einem Menschenbild, nach dem wir jedem das Bestmögliche geben möchten, insbesondere die Zuwendung, die er braucht“, berichtet die Pflegedienstleiterin: „Das ist von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde als Trägerin ausdrücklich so gewünscht.“
Sylvia Seeger ist im Kreis Freudenstadt geboren und aufgewachsen und hat ihre Altenpflegeausbildung in Calw absolviert. Nach Dienstjahren in Esslingen und im Tübinger Pauline-Krone-Heim wechselte sie noch einmal das Metier: „Ich habe mir ein vierjähriges Kunststudium gegönnt, obwohl ich da keinerlei berufliche Ambitionen hatte – das war ein Luxus, den ich sehr genossen habe.“ Danach kam sie 1998 zur Diakoniestation Tübingen, wo sie seit 2004 stellvertretende Pflegedienstleiterin war. In ihrer knappen Freizeit liest sie gerne, außerdem hat sie schon über 10.000 Sudoku-Rätsel gelöst. Für den sportlichen Ausgleich hat sie in ihrer Wohnung ein Trampolin aufgestellt: „Darauf kann ich mich bei jedem Wetter fit halten", berichtet sie lachend.
Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 03.09.2010.
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