Sibylle und Wilfried Setzler legen neuen Stiftskirchenführer vor

Cover Stiftskirchenführer

Eine Entdeckungsreise durch die Tübinger Stiftskirche mit Geheimtipps zum Auffinden verborgener Kunstschätze verspricht ein neu erschienener Kirchenführer. Die 90-seitige, grafisch aufwändig gestaltete und reich bebilderte Farbbroschüre von Sibylle und Wilfried Setzler trägt den Titel „Stiftskirche Tübingen: Geschichte – Architektur – Kunstschätze“.

In der Tübinger Stiftskirche werde Tübinger und württembergische Geschichte sichtbar wie an kaum einem anderen Ort, erfährt man im neuen Stiftskirchenführer. Schon die Besitzverhältnisse ermöglichen historische Einblicke: So sei das Land Baden-Württemberg für den Chorraum verantwortlich wegen der dort untergebrachten Grablege des Hauses Württemberg. Der Kirchengemeinde gehöre das eigentliche Kirchengebäude und das Grundstück, während die Stadt Tübingen für den oberen Turmabschnitt zuständig sei, in dem sich die Wohnung des früheren städtischen Turmwächters befinde. In vier Kapiteln können sich die Leser über die Baugeschichte informieren, einen Rundgang um die Kirche unternehmen sowie den Innen- und den Chorraum erforschen.

Verleger Ulrich Janßen, Autorenehepaar Sibylle und Wilfried Setzler, Grafikerin Christiane Samarajiwa, Pfarrer Dr. Karl Theodor Kleinknecht, Grafiker Konrad Samarajiwa, Kirchengemeinderatsvorsitzende Eva Arnold-Schaller (von links, Foto: Steinle)

Verleger Ulrich Janßen, Autorenehepaar Sibylle und Wilfried Setzler, Grafikerin Christiane Samarajiwa, Pfarrer Dr. Karl Theodor Kleinknecht, Grafiker Konrad Samarajiwa, Kirchengemeinderatsvorsitzende Eva Arnold-Schaller (von links, Foto: Steinle)

Der Historiker und frühere Tübinger Kulturamtsleiter Wilfried Setzler betont, seine Frau und er hätten die Texte „populär und dennoch wissenschaftlich fundiert“ verfasst. Auch neueste Forschungsergebnisse, unter anderem aus einer jüngst vorgelegten Dissertation, seien in die Publikation eingegangen, berichtet die Kunsthistorikerin Sibylle Setzler. Schließlich verraten die Autoren ihren Lesern sogar einen Trick zur Besichtigung der eigentlich nicht öffentlich zugänglichen Grab-Bilder zweier Tübinger Familien. Die Anleitung zur Öffnung zweier verschlossener Gittertüren habe der Stiftskirchengemeinderat nicht zensiert, berichtet schmunzelnd dessen Vorsitzende Eva Arnold-Schaller: Man habe lediglich die Bitte angefügt, die Türen hinterher wieder zu schließen.

„Ein besonders schönes Buch“ sei entstanden, zeigt sich Stiftskirchen-Pfarrer Dr. Karl Theodor Kleinknecht überzeugt. Die Farbfotos stammen von Manfred Grohe. Die grafische Gestaltung folge den Anliegen „Design und Diadaktik“, erklären die Grafiker Konrad und Christiane Samarajiwa, sie setze die Idee einer Entdeckungsreise auch im Layout um. Der Stiftskirchenführer ist im Verlag Schwäbisches Tagblatt Tübingen in einer Erstauflage von 3.000 Stück erschienen; er ist zum Preis von 7,50 Euro in der Kirche am Markt, im Tagblatt-Eck und in jeder Buchhandlung erhältlich.

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 09.12.2010.


  
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