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"Es wächst zusammen, was zusammen gehört"
Als „Liebesheirat“ hatte die Häslacher Kirchengemeinderätin Susanne Heim den Zusammenschluss der beiden bisher selbstständigen evangelischen Kirchengemeinden Walddorf und Häslach bezeichnet. Die Fusion wird am 1. Januar 2012 offiziell vollzogen und am 15. Januar mit einem Gemeindefest gefeiert.
Eine Entlastung bei den Verwaltungsaufgaben und damit mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben von Pfarrern und Kirchengemeinde waren die Hauptgründe für die Fusion: Seit Jahren gibt es schon eine intensive und gute Zusammenarbeit in der Konfirmandenarbeit, der Öffentlichkeitsarbeit und beim Männervesper, auch teilt man sich ein gemeinsames Gemeindebüro. Während man bisher aber drei Haushaltspläne benötigte – einen für Walddorf, einen für Häslach und einen für die gemeinsamen Aufgaben der Gesamtkirchengemeinde Walddorf-Häslach – genügt künftig ein Haushaltsplan.
An die Stelle der zwei Kirchengemeinderäte mit jeweils sieben gewählten Mitgliedern tritt künftig ein gemeinsames Gremium mit zwölf Räten. Das neue Gremium ist dann im Verhältnis sieben (für Walddorf) zu fünf (für Häslach) in einer so genannten unechten Teilortswahl zu wählen. Um auch in einem größeren Kirchengemeinderat effizient handeln zu können, sollen drei beschließende Ausschüsse gebildet werden für die Bereiche Verwaltung, Kindergärten und Bauwesen. Die insgesamt anderthalb Pfarrstellen bleiben erhalten.
Die beiden Gemeinden waren frühzeitig über die Fusion informiert und an den Planungen beteiligt worden, unter anderem bei einer gemeinsamen Gemeindeversammlung im April in der Gemeindehalle Walddorfhäslach. Die Resonanz war ganz überwiegend positiv gewesen: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, stand auf einem der Rückmelde-Zettel, die bei der Gemeindeversammlung ausgehängt worden waren.
Zur evangelischen Kirchengemeinde Walddorf gehören rund 1.900 evangelische Christen und eine volle Pfarrstelle, die seit 2004 Pfarrer Hartmut Dinkel inne hat. Die evangelische Kirchengemeinde Häslach hat rund 900 Gemeindeglieder und eine halbe Pfarrstelle, die seit 2010 mit Pfarrerin Dr. Eike Baumann besetzt ist. Die bürgerliche Gemeinde Walddorfhäslach war bereits 1972 durch einen Zusammenschluss der beiden Orte Walddorf und Häslach entstanden und 1973 im Zuge der Kreisreform vom Kreis Tübingen zum Kreis Reutlingen gewechselt.
Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 29.12.2011.
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