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Soziale Verantwortung gelernt

44 Schülerinnen und Schüler aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen haben sich zu Schülermentoren für die kirchliche Jugendarbeit ausbilden lassen. In dieser Woche konnte Diakon Frank Wurster von der Fachstelle Jugendarbeit-Schule-Kirche seinen Schützlingen ihre Zertifikate überreichen.

14 Schülerinnen und Schüler der Merian-Realschule in Dußlingen, 16 Schülerinnen und Schüler der Graf-Eberhardt-Realschule in Kirchentellinsfurt sowie 14 Schülerinnen und Schüler der Burghof-Gemeinschaftsschule in Ofterdingen (Mo) konnten die von Kultusministerin Susanne Eisenmann und dem Leiter des Evangelischen Jugendwerkes in Württemberg, Gottfried Heinzmann, unterzeichneten Urkunden entgegennehmen. Für diese Auszeichnung haben die Mädchen und Jungs in Dußlingen und Kirchentellinsfurt in den letzten beiden Schuljahren 40 Theorie- und ebenso viele Praxisstunden absolviert. Die Ofterdinger Jugendlichen haben an einem einjährigen Programm mit je 15 Theorie- und Praxisstunden teilgenommen und dürfen sich „Junior-Schülermentoren“ nennen.

„Soziale Verantwortung lernen“ heißt das Kooperationsprojekt zwischen dem Kultusministerium und der kirchlichen Jugendarbeit. In einer mehrtägigen Schulung zu Beginn und mehreren Seminartagen hat Frank Wurster mit den Schülerinnen und Schülern ein Persönlichkeitstraining absolviert und ihnen gruppenpädagogische Basics beigebracht. Zwischen den Seminartagen konnten die Mädchen und Jungs praktische Erfahrungen sammeln bei Pausenaktionen und als Streitschlichter an ihrer Schule, bei der Orangenaktion des Evangelischen Jugendwerks oder beim Tübinger Schoko-Markt „Chocolart“. Dort haben die Jugendlichen Schokolade, Schoko-Maultaschen und selbst gebackene Lebkuchen zugunsten der Schulseelsorge verkauft. Die Ausbildung „ist absolut lohnenswert“, kann man im Abschlussbericht einer Schülerin lesen. „Sie gibt uns vieles mit auf den Weg unseres späteren Lebens“, schreibt die Realschülerin.

Auch in anderer Hinsicht habe sich die Ausbildung gelohnt, weiß Frank Wurster: Das Zertifikat helfe bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Mit deren Einverständnis hat der Diakon Namen und Adressen der zertifizierten Schülermentoren den Pfarrern und Jugendarbeitern in ihren Heimatorten weitergegeben. Schließlich soll das Zertifikat nicht Schluss- sondern Doppelpunkt sein.

Geschrieben von Andreas Föhl am 27.07.2017.


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