Diesjährige Friedensdekade hat das Motto „Streit!“

Am kommenden Sonntag, 12. November, beginnt die 38. Ökumenische Friedensdekade. In und um Tübingen finden in den zehn Tagen bis zum Buß- und Bettag eine Fülle von Veranstaltungen statt. Das Motto der diesjährigen Dekade lautet „Streit!“.

Auf den blauen Plakaten der Friedensdekade ballt eine zornige Friedenstaube ihren Flügel zur Faust. „Wer sich nicht streiten kann, kann sich auch nicht einsetzen für das, was er glaubt“, erklärt Malu Dreyer im Vorwort des Programm-Flyers den Zusammenhang zwischen Streit und Frieden und plädiert für die Pflege einer „Streitkultur“ in Deutschland. Die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin ist die Schirmherrin der diesjährigen Dekade.

Auf dem Tübinger Programm stehen Gottesdienste, Vorträge, Diskussionsrunden, Konzerte und Filmvorführungen. So zeigt Dr. Elisabeth Raiser, die Tochter des Physikers, Philosophen und Friedensforschers Carl Friedrich von Weizsäcker am Mittwoch, 15. November, um 20 Uhr im Gemeindehaus Lamm einen Dokumentarfilm über das Leben und Werk ihres Vaters.

In der evangelischen Kirche in Pfrondorf gibt es am Sonntag, 19. November, einen Gottesdienst zum Thema „Kirche, Staat und Politik“ mit dem Tübinger Friedensforscher Dr. Thomas Nielebrock. Der Ivorer Kafalo Sékongo fragt in seinem Vortrag am Dienstag, 21. November, 19 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in Rottenburg „Wie kann Frieden in Afrika geschaffen werden?“

Ort des zentralen bundesweiten Ökumenischen Gottesdienstes zum Abschluss der Friedensdekade ist in diesem Jahr die Tübinger Stiftskirche. Die Feier am Buß- und Bettag, Mittwoch, 22. November, 19 Uhr wird von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Tübingen vorbereitet und gestaltet.

Das gesamte Programm der Friedensdekade mit rund 40 Veranstaltungen findet sich hier als Download.

Geschrieben von Andreas Föhl am 09.11.2017.